Den Abschnitt „Markt“ im Businessplan erstellen
Wenn Sie ein Unternehmen gründen, ist es wichtig, nicht nur zu wissen, was Sie verkaufen, sondern auch an wen und unter welchen Bedingungen. Experten vom Jobcenter oder Investoren wollen sehen, dass Sie sich intensiv mit dem Markt beschäftigt haben, Ihre potenziellen Kunden kennen und das Wettbewerbsumfeld verstehen.
Dies hilft dabei, die Realisierbarkeit Ihres Geschäftsmodells zu bewerten und einzuschätzen, ob tatsächlich eine Nachfrage nach Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung besteht.
Stellen Sie sich vor, jemand fragt: „Hat dieses Geschäft wirklich Zukunft?“ Ihre Antwort sollte auf Fakten, Analysen und realen Daten basieren – nicht nur auf Ihrem persönlichen Glauben.
1. Markt- und Nachfrageanalyse
Der erste Schritt besteht darin, herauszufinden, ob es eine Nachfrage nach Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung gibt. Es reicht nicht aus zu sagen: „Die Leute werden es kaufen“. Sie müssen konkrete Fakten liefern.
💡 Wie machen Sie das?
📌 Verwenden Sie Statistiken (offizielle Berichte, Handelskammern, Marktanalysen).
📌 Analysieren Sie Markttrends – wächst die Nachfrage nach Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung?
📌 Befragen Sie potenzielle Kunden – würden sie tatsächlich bei Ihnen kaufen?
Falls Sie bereits erste Verkäufe oder einen Testlauf gemacht haben, sollten Sie das unbedingt erwähnen.
🔹 Beispiel:
Wenn Sie Ihr Produkt bereits auf eBay oder Etsy verkauft haben und positive Ergebnisse erzielt wurden, ist das ein starkes Indiz für Marktnachfrage.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Marktgröße.
📌 Wie groß ist Ihr Zielmarkt?
📌 Wie viele potenzielle Kunden gibt es?
📌 Hat der Markt Wachstumspotenzial?
2. Definition der Zielgruppe
Kunden sind das Herzstück jedes Unternehmens. Wenn Sie nicht genau wissen, wer Ihre Kunden sind, riskieren Sie, Ihr Budget ineffizient zu nutzen.
💡 Antworten Sie auf folgende Fragen:
📌 Wer sind Ihre Kunden? Sind es Privatpersonen oder Unternehmen? Welche Altersgruppe? Welches Einkommen?
📌 Welche Bedürfnisse haben sie? Warum benötigen sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung?
📌 Welches Problem lösen Sie für sie?
📌 Wie treffen sie Kaufentscheidungen? Spielen Kundenbewertungen eine Rolle? Vergleichen sie Preise?
Falls Sie mehrere Kundengruppen haben, sollten Sie diese in Segmente unterteilen.
🔹 Beispiel:
Betreiben Sie einen Online-Shop für Kinderkleidung, dann könnten Ihre Kundengruppen sein:
1️⃣ Eltern
2️⃣ Großeltern
3️⃣ Personen, die Geschenke für Kinder kaufen
Jede Gruppe hat unterschiedliche Kaufmotive, was sich auf Ihre Marketingstrategie auswirkt.

3. Geografische Reichweite
📌 Wo wird Ihr Unternehmen tätig sein?
✅ Lokal (nur in einer Stadt oder Region)?
✅ Regional oder landesweit?
✅ International (z. B. grenzüberschreitender Online-Handel)?
Falls Ihr Geschäft ortsgebunden ist (z. B. ein Geschäft oder Café), erklären Sie, warum Sie sich für diesen Standort entschieden haben.
📌 Gibt es dort genügend Kunden?
📌 Befinden sich Wettbewerber in der Nähe?
Falls Ihr Unternehmen online operiert, müssen Sie erklären, wie Sie Kunden gewinnen wollen (z. B. durch soziale Medien, Werbung, SEO-Marketing).
4. Wettbewerbsanalyse
Um Ihre Marktchancen realistisch einzuschätzen, müssen Sie Ihre Konkurrenz untersuchen. Wettbewerb ist nichts Schlechtes – im Gegenteil, er zeigt, dass ein Markt besteht.
Ihr Ziel ist es, herauszufinden, wie Sie sich von anderen abheben können.
💡 Stellen Sie sich folgende Fragen:
📌 Wer sind Ihre wichtigsten Wettbewerber? (Nennen Sie konkrete Unternehmen oder Marken.)
📌 Wo sind sie tätig? Sind sie in Ihrer Region oder haben sie eine größere Reichweite?
📌 Welche Preise verlangen sie? Sind Sie günstiger, teurer oder konkurrenzfähig?
📌 Welche Strategie nutzen sie? Setzen sie auf Online-Marketing, Rabatte oder außergewöhnlichen Service?
📌 Welche Stärken und Schwächen haben sie? Was können Sie besser machen?
Falls Sie keine direkten Wettbewerber haben (was selten vorkommt), müssen Sie erklären, wie Sie Kunden überzeugen werden, ein völlig neues Produkt oder eine neue Dienstleistung zu nutzen.
5. Ihr Wettbewerbsvorteil (USP – Unique Selling Proposition)
Nach der Markt- und Konkurrenzanalyse müssen Sie klarstellen, was Ihr Unternehmen einzigartig macht.
📌 Mögliche Wettbewerbsvorteile:
✅ Einzigartiges Produkt oder Dienstleistung
✅ Bessere Qualität oder besserer Kundenservice
✅ Günstigere Preise oder attraktive Konditionen
✅ Innovative Technologie oder kreatives Marketing
🔹 Beispiel:
Wenn Sie ein Café eröffnen, könnte Ihr Vorteil ein einzigartiges Design und eine exklusive Speisekarte sein.
Betreiben Sie einen Online-Shop? Dann könnten schnelle Lieferung oder personalisierte Produkte Ihre Stärken sein.
Das Wichtigste ist, klarzumachen, warum Kunden gerade bei Ihnen kaufen sollten.
Fazit
Der Abschnitt „Markt“ zeigt, dass Sie nicht nur glauben, dass Ihr Geschäft funktioniert, sondern es mit Fakten belegen können.
Das Jobcenter oder Investoren möchten wissen:
✅ Ist der Markt groß genug für Ihr Unternehmen?
✅ Gibt es echte Kunden, die bereit sind zu kaufen?
✅ Verstehen Sie Ihre Konkurrenz und haben Sie eine Strategie?
✅ Wie heben Sie sich von der Masse ab?
📌 Je detaillierter Sie diese Aspekte beschreiben, desto überzeugender wird Ihr Businessplan.
💡 Und das Wichtigste: Diese Analyse hilft nicht nur den Investoren – sondern auch Ihnen selbst, um Ihr Geschäft in der Realität erfolgreich zu starten! 🚀
🎯 Brauchen Sie Unterstützung bei Ihrem Businessplan? Hinterlassen Sie uns einen Kommentar! 😊

